Nach der Segelsaison ist vor der Segelsaison (Okt.2007)

Ganz wehmütig sind wir nun. Trotz des wunderbaren Herbstes mit der schönen Laubfärbung und dem warmen Licht kommt Wehmut auf. Die Segelsaison ist endgültig vorbei. Das beweist nicht zuletzt schon das leere Vorstag. Bald wird auch das Großsegel abgenommen und die BALIMARA winterfest gemacht.

Im letzten Jahr war die Backbordseite mit einer Generalüberholung dran. Wir wollten unbedingt einen neuen Kühlschrank und diesen Winter werden wir uns um die Elektrik auf dem Schiff kümmern müssen. So richtig hat es im Sommerurlaub nicht hingehauen, also muss einiges neu verdrahtet und umgeklemmt werden. Klasse, Elektrizitätslehre war mir schon im Physikunterricht in der Schule ein Gräuel, aber es holt einem ja immer wieder ein! Da hilft kein Jammern und kein Klagen, da müssen wir durch. Natürlich reicht es nicht, nur die Strippen zu ziehen, nein ein Teil des Strompanels wird in einem Arbeitsgang ausgewechselt und erneuert - auch die Stereoanlage (Versprechen vom Kapitän als Kompensation für die Unbilden), also wenn schon, denn schon!!!!

Das bedeutet selbstverständlich auch, dass unser gemütliches schwimmendes Ferienheim für ein paar Tage (hoffentlich nicht Wochen) wieder zum Chaos wird und wir uns fragen werden, warum tun wir uns das an? Bringt natürlich auch nichts, weil diese Frage schon so häufig gestellt wurde und spätestens dann bedeutungslos wird, wenn wir gemütlich durch die Wellen gleiten, ein zartes Lüftchen uns streichelt und wir uns in den Wellen wiegen! So ist eben Seglerleben. Nichts bleibt wie es ist und es kommt immer anders als man denkt. Als Segler muss man eben flexibel sein.