Kap Hoorn 11.02. - 28.02.2006

Kap Hoorn ( benannt nach dem niederländischen Hoorn, dem Heimatdorf der Entdecker ) ist für jeden Seefahrer aus der Zeit der Großsegler und für viele Freizeitkapitäne auf kleinen Booten etwas Besonderes. Durch die vorherrschenden starken westlichen Winde, starke Strömungen und hohe Seen war und ist eine Passage schwierig und manches Mal auch unmöglich. Mehr als 800 Schiffe sind dort mit ihren Besatzungen (ca 10000 Seeleute) gesunken. Selbst bei nautischen Laien löst der Name eine gewisse Faszination aus. Keine Passage auf den Seewegen der Weltmeere galt in früheren Zeiten als gefährlicher und unberechenbarer als die um die Südspitze Amerikas.

Balimara Crew am Kap Hoorn

 

MS Norwegian Crown

Unsere Reise begann mit einem "Zubringerflug" von Köln nach Frankfurt

und anschließend 17 stündigen Flug von Frankfurt nach Santiago de Chile.

Der Reiseverlauf hier anklicken.

 

Hier haben wir die Reise gebucht

 

Patagonien und Feuerland mit Drake - und Magellan Straße, Beagle Kanal und Kap Hoorn hat uns sehr beeindruckt. Es ist noch großartiger und gewaltiger als wir es uns vorstellen konnten. Die Menschen in Chile, Argentinien, Uruquai und auf den Falklands, die wir getroffen haben, waren alle sehr freundlich und aufgeschlossen. Wir hatten nie das Gefühl einer Unsicherheit oder Bedrohung.

Je weiter man nach Süden kommt verändert sich die Natur von bewaldeten Bergen zu fast kahlen Felsen, nur noch in geschützten Lagen zeigt die Natur ihre Vielfalt.

Start mit dem Schiff war in Valparaiso, der erste Abschnitt bis Puerto Montt war etwas schaukelig, aber nichts von Bedeutung, lange Pazifikdünung südwestliche Wind mit 6-7 Bft . Für uns gerade richtig zur Einstimmung. Aus unserer Kabine an Backbord konnten wir fast auf der ganzen Reise Land sehen. Die Fahrt führte uns durch viele enge Kanäle und Fahrwasser, häufig waren die steilen und hohen Berge zum Greifen nahe. Die Reise durch Patagonien gespickt mit landschaftlichen Highlights u.a. die Gletscher, deren Eis in diversen blauen Farbtönen schillerte. Manchmal waren wir so überwältigt von den Naturschönheiten, daß uns die Tränen in den Augen standen.

Im Verlauf der Magellan Straße nach Punta Arenas trafen wir erstmals auch Segelboote, teilweise unter Segel, die Windverhältnisse waren unbeständig und ungünstig. Ushuaia hat, durch die große Zuwanderung in den letzten 10 Jahren, sich gar sehr modern, groß und lebendig gezeigt, ganz im Gegenteil zu den Bildern, die wir aus diversen Reisebeschreibungen kannten. Der argentinische Staat hat in den letzten Jahren durch Steuerbefreiung für Industrie und Gewerbe einen "Run" ausgelöst, die Bevölkerung ist von ca 5 000 auf 70 000 Einwohner gestiegen.

Die Falkland Inseln, die südlichste Bastion Großbritanniens, waren etwas enttäuschend, Felsen, Moore, Schafe und Pinguine. Wenn man gerade vorbeikommt, OK, aber ein zweiter Besuch lohnt nicht.

Montevideo, Uruquai, eine Stad, der man die reiche Vergangenheit ansehen konnte. Heute verbreiten die alten Gebäude einen morbiden Charme, die der Stadt das gewisse Extra geben. Das wunderschöne Hinterland konnten wir bei einem Ausflug zu einem Weingut genießen. Der Wein aus Uruquai ist bei uns weniger bekannt, als die Weine aus Argentinien und Chile, aber nicht zu verachten. Das Land ist grün, grün und nochmal grün, eine Wohltat für die Augen.

Buenos Aires, Argentinien, eine Stadt, die uns zum Staunen brachte. Großzügig angelegte breite Prachtstraßen, ganz viel Grün in der Stadt und pulsierendes Leben, sehr mondäne Geschäfte im Zentrum, natürlich auch touristische Anlaufpunkte, wie den Stadteil La Boca, die Geburtsstätte des Tango. Wir hatten viel zu wenig Zeit in BA und konnten leider nur einen kleinen Eindruck gewinnen, das bedeutet - wir müssen unbedingt nochmal dorthin.

Nun zu den Bildern, die bekanntlich mehr sagen als 1000 Worte:

 

Magellan Denkmal

 

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