Kuba Rundreise und Badeurlaub 11.02. – 28.02.2004

 

50. Geburtstag – wenn das kein Anlass ist, etwas Besonderes zu unternehmen. In meinem Fall habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt – KUBA.

Manfred und ich sind schon häufig in der Karibik, zwischen St.Marten und Union Island in den kleinen Antillen, mit Charterbooten gesegelt und haben viele Inseln gesehen. Größere Kontraste konnte man sich nicht denken. Auf der einen Seite der Jetset, dem nichts gut genug und teuer ist und auf der anderen Seite die Armut der Bevölkerung, das Analphabetentum und die schlechte ärztliche Versorgung. Nur auf den französischen bzw. holländischen Inseln war die Infrastruktur und die Versorgung der Bevölkerung überhaupt besser.

Nun waren wir interessiert wie es in Kuba aussieht, nachdem wir viele positive Berichte von Seglern gehört haben.

Mit unserer Balimara ist es im Moment nicht möglich, also haben wir eine Pauschalreise gebucht.

Unsere Reisegruppe war angenehm klein - 12 Holländer und wir zwei. Das war gut, lustig, recht locker und wir haben viel Spass gehabt und gelacht .

 

Rundreise

Zunächst ging es von Köln über Amsterdam nach Holguin und von dort aus nach Santiago de Kuba. Wir besuchten das Antonio-Maceo-Revolutions-Museum, den Céspedes Park und die Festung el Morro vor den Toren der Stadt von wo man aus einen herrlichen Blick über die Bucht und das Meer hatte.

Blick von El Morro

Weiter nach Bayamo, der zweitältesten Stadt Kubas und nach Camagüey. Da, endlich die erste Berührung mit der Kubanischen Musik im Haus of Sons. Sogar eingefleischte Nichttänzer wie Manfred und ich konnten sich dem Rhythmus der Musik nicht entziehen.

Am 4. Tag fuhren wir nach Trinidad, ein Weltkulturerbe der Unesco mit herrlich restaurierter Altstadt. Anschließend  stand Havanna mit all den Sehenswürdigkeiten auf dem Plan. Unser Seglerherz schlug höher, unser Hotel war in der Hemmingway Marina.

Hemmingway Marina am Abend

Natürlich beim Abendspaziergang erstes Ziel die Pier mit den Seglern aus aller Herren Länder. Wir kamen jedoch nicht weit. Betreten der Stege  verboten!!! Sicherheit für Segler bzw. Einschränkung der Fluchtmöglichkeiten der Kubaner. So wurden wir unsere bereits gelesenen Krimis und Zeitschriften nicht los. Es hätten sich sicherlich ein paar Segler über neuen Lesestoff gefreut.

 

Wir sind einen Tag in den grünen Westen Kubas gefahren. Vinales und Pinar del Rio in einer wunderbaren reizvollen Landschaft. Dort werden die berühmten „Havannas“ hergestellt.

Gegend um Vinales

 

Nach all den Anstrengungen flogen wir nach Cayo Largo, um uns zu entspannen. Leider war die Insel sehr klein und es gab nichts richtig kubanisches zu sehen. Wie Manfred so treffend sagte: „Wir sind im Touristenknast gelandet“. „All-inclusive“, sogar das Schauspiel um die Belegung der Strandliegen. Nein, das war es nicht, was wir suchten und so konnte unsere Stimmung nur ein Ausflug auf einem Katamaran retten. Das Wasser war so wunderbar, schwimmen im türkisblauen Meer – einfach traumhaft.

Cayo Largo

 

Im kleinen Hafen von Cayo Largo lag die TO Segelyacht ADAMAS. Endlich konnten wir unsere Lektüre verschenken. Leider gab es wenig Zeit zum Quatschen, da die ADAMAS gerade im Auslaufen begriffen war. Das Visum war abgelaufen, schade – vielleicht ein anderes Mal.

 

Auf der Heimreise gab es noch ein paar Komplikationen. Unser Flug war überbucht und wir mussten 2 Tage länger in Havanna bleiben. Erst haben wir uns geärgert und dann dies als Geschenk gesehen.

In Havanna

 

Fazit der Reise. Kuba ist eine wunderbare Insel, mit ebenso wunderbaren Menschen. Wir haben nie und nirgendwo eine Form von Rassismus gespürt. Die Kubaner leben besser als die meisten Bewohner der vielen anderen Karibik-Inseln und  haben durchweg eine gute Bildung.

 

Überall trifft man auf Kunst in all ihren Facetten und natürlich die Musik.

 

Wir werden Kuba auf eigenem Kiel anlaufen das ist sicher. Andere Karibik-Inseln werden wir nicht mehr besuchen, es gibt dort inzwischen zu viel Rummel und Tourismus. Hoffen wir, dass Kuba sich seinen Charme erhält und so ursprünglich bleibt.