Sommerurlaub 2007

Endlich, am 4.8. war es soweit. Petrus hatte ein Einsehen mit uns und es wurde im Wetterbericht Sommer versprochen. Da wir so lange auf unseren Urlaub warten mussten waren wir ziemlich fertig und wollten einfach nur entspannen und Spaß haben. Wir wollten nicht unbedingt weit segeln, eben wohin der Wind uns treibt.

Die Route

Wettermäßig war es sehr durchwachsen,

die erste Woche eher zu wenig Wind, dafür

etwas wärmer (ich hab nichts von heiß

gesagt!), die zweite Woche viel Wind und Wellen

und eher etwas kälter. Wir sind am

Samstagnachmittag von Fécamp Richtung

Cherbourg losgesegelt und haben

in der Nacht entschieden, gleich nach

Alderney durchzugehen.

Dort sind wir zwei Nächte geblieben.

Alderney gefällt uns sehr gut. Für uns

führt die Insel zu Unrecht ein Schattendasein.

Es macht Spaß spazieren zu gehen und

die herrlichen Milchprodukte zu genießen.

Sie sind unschlagbar.

 

 

 

 

Der Leuchtturm von Alderney zeigt uns den Weg.

 

Wellen im Alderney Race, bei fast Winstille:

 

Dann segelten wir  nach Sark mit kurzem Zwischenstopp an einer Mooring bei 1,5 m Dünung (k)eine halbe Stunde. Kurz entschlossen machten wir gleich wieder los und segelten in die ruhige Ankerbucht vor St. Peter Port in Guernsey.

 

Von da aus ging es mit wunderbarem Wind und schönem Segeln weiter nach Jersey. Spätestens da merkten wir, dass Hochsaison war. Der Hafen war voll, aber Platz ist bekanntlich in der kleinsten Hütte.

Zum Entspannen segelten wir zu den Iles Chausey. Drei Tage blieben wir da an der Mooring, mit wechselnden Mitliegern bis zu 7 im Päckchen.

Für uns war die Szenerie wieder ganz grandios. Hatten wir doch gerade ein Buch über Mont St. Michel gelesen. Zum Bau der Anlage wurden die Steine aus Chausey geholt und so bekamen die Felsformationen noch eine ganz andere Bedeutung. Endlich konnten wir auch mal schwimmen gehen, das hatten wir doch so lange schon vermisst.

 

Anschließend ein Spitzenritt von 50 sm nördlich an Jersey vorbei nach Guernsey. Am Wartesteg lagen wir im 10er Päckchen und als die Hafenmeister endlich das Puzzelspiel auflösten, ließ ein Spaßvogel von Motorbootfahrer die Hymne "Auf in den Kampf" erklingen.

Da mussten wir doch lachen. Alles ging sehr manierlich und zuvorkommend vor sich. Jedes Boot fand Platz im Hafen.In Guernsey 2 Tage bei bis zu 10 Bft eingeweht.

 

Am Donnerstag war dann etwas weniger Wind, nur noch 5 bis 6 Bft was uns zu einem Mammutschlag nach Fécamp motiviert hat, leider stand noch 3-4 m Dünung bei 5-6 Bft im Kanal, was uns auf der Durchfahrt bei den "Casquets" westlich von Alderney brechende Grundseen mit zwei in die Plicht einsteigenden Wellen aber auch 12,5 Knoten Fahrt über Grund einbrachte.

 

Die Nacht danach war der Horror pur, Welle und Wind wie gehabt, aber "Sack"dunkel. Wir konnten weder Himmel mit Sternen oder Mond noch Horizont noch das Wasser um uns herum sehen, nur alles schwarz. Das einzige wonach wir navigieren konnten, war der Kompass und unser neuer "Plotter". Das Problem waren die Wellen, wir konnten erst reagieren, wenn wir schon fast aus dem Ruder gelaufen waren, aber nichts desto Trotz, wir sind zäh und haben es gemeistert. Am Freitag früh, nach ca 140 sm und 25 Stunden nonstop konnten wir in Fécamp festmachen.  Um diese Jahreszeit sind die Häfen ziemlich voll. Wir kennen das sonst nicht, aber es war interessant, wie sich die Knoten letztendlich doch wieder auflösen.

Zweimal haben wir die Helios aus Fécamp getroffen. Mit an Bord war unser Bootsnachbar. Der übliche Apero musste sein - nett wenn man in der Fremde Bekannte trifft.

Am Sonntag hat sich dann mal wieder die Toilettenpumpe zum X-ten Male verabschiedet. Auf Guernsey mussten wir schon reparieren und Ersatzteile kaufen. Irgendetwas stimmt da nicht! Die alte Pumpe war jahrelang drin und hat alles gefressen und weggepumpt. Die neue ist wie eine Ballerina, sie ist absolut speziell. Jetzt wird sie ausgetauscht - Schluss damit!

Unsere Fahrt hatte alle Elemente die eben das Reisen mit dem Segelboot schön machen. Nachdem uns alle geraten haben, doch nach St. Malo, und zu den 7 Iles und Iles des Breha zu segeln, wollen wir das im kommenden Jahr in Angriff nehmen, allerdings möchten wir dann 4 Wochen - wenn möglich im Juni - unterwegs sein. Aber planen kann man, ob der Wind allerdings mitspielt, das steht auf einem anderen Blatt.