Nachlese zur Boot 2006

 

 

Schwerpunkt Segelyachten:

Im Bereich der Segelyachten hat sich leider einiges zum Schlechten verändert, es gibt von den bekannten Herstellern überwiegend nur riesige Yachten, nach dem Motto je größer desto schiffiger, gebaut für den Charterbetrieb. Ist ja logisch, da gehen die Teile schneller kaputt, müssen recht häufig ersetzt werden und kein Mensch schaut nach der Qualität.

Die Preise sind in astronomische Höhen geklettert, der Wechsel von der DM zum TEURO ist nahezu 1:1.

Es ist durchgängig bei fast allen Herstellern viel Pfusch zu sehen, z.B. Glasrowings drücken sich nach Außen durch und sind durch das darüber gepinselte Gelcoat  in ihrer Lage und Struktur genau zu sehen. Kanten zwischen Deck und Rumpf sowie Heck und Rumpf sind einfach mit bis zu 2 cm breiten Silikonfüllmaterial-Streifen abgedeckt. Der Innenausbau ist billig und schlecht ausgeführt, ganz schnell und husch husch, nach dem Motto: „muss ja nur die Messe überdauern und geht dann ab in den Charterbetrieb“.

 

Zubehör:

Wer einmal ein Boot sein eigen nennt wird sich vorzugsweise in den Hallen 4 und 5 beim Zubehör und den diversen Ausrüstern aufgehalten haben. Die Auswahl, auch an Messeangeboten, war wie immer gut bis sehr gut. Neues gab es indessen wenig zu bestaunen, lediglich hin und wieder ein Highlight wie z.B. (ich geb ja zu ich bin voreingenommen) Hydrovane war das erste Mal auf der Boot.

 

Sonstiges:

Die Eintrittspreise sind wieder angestiegen, man muss sich die Frage stellen, lohnt sich ein Messebesuch noch? Ich habe früher meist 2 bis 3 Tage auf der Boot verbracht, die Zeiten sind vorbei, maximal einen Tag und auch nur dann, wenn ich spezielles sehen möchte.

 

Gesamtnote maximal 4.