2small ist in Neustadt i.H.

2small, eine Hanse 312, wurde von Greifswald nach Neustadt i.H. überführt.

Am 28.April war es soweit, nach guter Vorbereitung durch das Eignerpaar Yvonne und Uwe konnten wir das verlängerte Wochenende bis zum 1. Mai nutzen.

Die Crew: (von links nach rechts - Uwe, Yvonne und Manfred)

Das Schiff:

hier werden die letzten Handgriffe vor dem Start erledigt.

Das Tor zum Bodden, die Brücke in Wieck:

 

Die Wettervorhersage war sehr positiv, E bis NE 3-4, trocken, leicht bewölkt Temperaturen tagsüber bis 14 °C. Nun ja etwas kühl, aber der Jahreszeit entsprechend fast zu freundlich. Der Wetterbericht traf bis auf die Windstärke zu, die sollte sich verdoppeln, so dass wir den 140 sm Ritt in genau 24 Stunden hinter uns hatten.

Anfangs ging es mit mäßigem Wind durch den Greifswalder Bodden bis zur Einfahrt in den Strelasund, da fing es langsam an aufzubriesen. Noch segelten wir mit Vollzeug, die Wellen hatten sich nicht aufgebaut und der Sund gab uns Landabdeckung. Bis zur Durchfahrt durch die Brücke in Stralsund mussten wir warten und bei weiter zunehmendem Wind schaukelten wir an der Kaimauer vor der Brücke.

Die Brücke öffnete um 17:20 Uhr, wie vorgesehen, wir fuhren durch und waren am Ende des Stralsunder Hafens alleine auf weiter Flur, die ca 20 anderen Boote, die mit uns die geöffnete Brücke passierten sind in den Sportboothafen abgebogen . Jetzt haben wir Barhöft angelegt, inzwischen hatten wir nur noch das Groß mit zweiten Reff und keine Fock mehr stehen, bei der Einfahrt in das betonte Fahrwasser war der Wind auf volle 7-8 Bft aufgebriest. Das Stück, kurz vor der Südspitze Hiddensee, enges Fahrwasser Kurs Nordost - also genau gegenan - machte uns die meisten Schwierigkeiten, das Schiff war unter dem Rest des Großsegels nicht zu halten, es musste ganz runter. Danach ging es ca eine halbe Stunde mit 1,6 Knoten unter Motorfahrt gegenan, zu unserem Glück ging jetzt erst die Sonne unter. In der Abdeckung von Hiddensee konnten wir das Groß mit dem 2.Reff wieder setzen und es ging Kurs West/Nordwest in Rauschefahrt über die Ostsee. Im Verkehrstrennungsgebiet Kadetrinne war es wie auf der Autobahn, zeitweise bis zu 30 Schiffe konnte man deutlich an ihren Lichtern erkennen, erst als wir das Verkehrstrennungsgebiet in Richtung Gedser gequert hatten, gab es eine Verschnaufpause. Wir änderten den Kurs auf Südwest und es ging weiter dem Ziel entgegen. Noch einmal mussten wir auf die Grossschiffahrt achten, die Wasserstrasse westlich von Fehmarn kreuzte unseren Kurs , aber es war deutlich weniger los als in der Kadetrinne.

Das Märchen, dass der Wind in der Nacht stark nachlässt oder ganz aufhört können wir nicht bestätigen. Er hielt weiter durch. Die Böen waren unvermindert stark, die Windstärke lag noch bei 5-6 Bft., also immer noch ein kleines Handtuch am Mast. Wir sind ganz selten für wenige Minuten unter 6 Knoten Fahrt gefallen. Der Ritt ging bis vor das Ziel, eine Halse und wir konnten Neustadt direkt anliegen. Selbstverständlich legte der Wind noch ein paar Böen zum Empfang drauf, aber das konnte uns nicht mehr erschüttern, die 5 großen "A"s waren stärker: Ankommen, Anlegen, Anrufen, Anleger trinken und Ablegen (in die Koje).

Nach gutem Ende gönnten wir uns die gewonnenen freien Tage zum Faulenzen und Genießen.

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